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Das Projekt EQ-Train und seine Angebote wenden sich vor allem an TrainerInnen und BeraterInnen, die in der beruflichen Orientierung tätig sind. Wir möchten aber auch alle MultiplikatorInnen und AkteurInnen aus den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung und Gleichstellung sowie alle an einer Geschlechterdemokratie interessierten Frauen und Männer ausdrücklich zum Besuch dieser Website, zur Verwendung der hier erarbeiteten Produkte und zur Teilnahme an den Veranstaltungen einladen!


Alle Fragen zeigen

Wussten Sie,
 

dass die Hälfte der Frauen und Mädchen aus nur drei Lehrberufen wählt?
"Friseurin – Verkäuferin - Sekretärin" sind auch heute noch die drei häufigsten Berufswünsche für 50% der Mädchen und jungen Frauen, die in Österreich eine Lehre beginnen. Traditionelle Rollenbilder sind eine der Ursachen dafür: Mädchen und Frauen werden zu wenig ermutigt, neue Berufswege zu beschreiten, und Betriebe sind oft nicht wirklich bereit, Mädchen in technische Ausbildungen zu nehmen.
Die fälschliche Annahme, dass typische "Frauenberufe" besonders familienfreundlich sind, ist ein weiterer Grund für diese Berufswahl. Dabei erfordern gerade diese Tätigkeiten häufig flexible Arbeitszeiten und Wochenenddienste.
Auch vom Verdienst her ist die Entscheidung ungünstig. So beträgt beispielsweise die Lehrlingsentschädigung für FriseurInnen in Österreich im ersten Lehrjahr 364€, während TischlerInnen auf bis zu 561€ kommen
(Quelle: www.8ung.at/reuma/lehrlingsentschaedigung/).
 
dass Frauen bereits beim Berufseinsteig um 18% weniger verdienen als Männer?
18% beträgt der Einkommensunterschied in Österreich bereits zu Beginn des Berufslebens. Diese Schere geht im Lauf des Erwerbslebens immer weiter auf. Je nach Branche, Alter und Berechnungsgrundlage verdienen Frauen bis zu 45% weniger als Männer Zu Recht fordern ExpertInnen und inzwischen auch PolitikerInnen, dass die Einstiegsgehälter endlich offen gelegt werden müssen, um der Diskriminierung hier einen Riegel vorzuschieben.
 
dass Männer sich nur zu einem Viertel an der Hausarbeit beteiligen?
Unbezahlte Arbeit ist immer noch Frauensache, 2/3 der von Frauen geleisteten Arbeit ist unbezahlt, bei Männern ist es nur ein Fünftel, wie eine Studie des Sozialministeriums in Österreich vor einigen Jahren ergab. Wenn wir uns das aufs Jahr umgelegt vorstellen, hieße das: Frauen arbeiten ca. bis Ende April bezahlt und den Rest des Jahres unbezahlt. Männer hingegen werden bis etwa Mitte Oktober für ihre Arbeit bezahlt und leisten dann etwa noch zweieinhalb Monate unbezahlte Arbeit.
 
dass Frauen nur 56% der durchschnittlichen Männerpension erhalten?
Unbezahlte Arbeit macht Frauen im Alter arm. 20% aller Pensionistinnen sind europaweit armutsgefährdet. Frauen leisten einen Großteil der unbezahlten Arbeit im Haushalt, in der Familie und bei der Betreuung von älteren und kranken Angehörigen. Das lässt ihnen wenig Zeit für Erwerbsarbeit. Laut des Berichts der Kommission zur Gleichstellung von Frauen und Männern 2008 arbeitet EU-weit jede dritte Frau Teilzeit, während es bei den Männern nur 10% sind.
 

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EQ-Train ist ein Projekt im Rahmen des EU-Programms Lebenslanges Lernen/Innovationstransfer, gefördert durch die Europäische Union, das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, das Bundeskanzleramt Österreich/Frauen und durch Eigenmittel der PartnerInnen. Gesamtkoordination und für den Inhalt dieser Website verantwortlich: Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen. Kontakt: netzwerk@netzwerk-frauenberatung.at